Die Zeit ist gekommen, Amerika wird aufgerüttelt. Wäre Hillary Clinton Präsidentin, wäre wahrscheinlich noch für eine Weile, vieles beim Alten geblieben, mit verborgenen Motiven. Trump bringt hingegen an die Oberfläche, was ein Großteil der Menschen denkt und fühlt und auch, wenn viele Amerikaner immer noch ungern zugeben, dass ihr bisheriges System immense Lücken aufweist, haben die Menschen offensichtlich ihre Ängste und ihre trennenden Gedanken, denn man kann niemandem eine Lösung für ein Problem verkaufen, welches er selbst nicht hat. Viele Menschen befinden sich in Armut und Existenzängsten, selbst in einem Land wie Amerika. Sie sind frustriert, fühlen sich ohnmächtig und es scheint für sie seit Generationen unmöglich, aus diesem Zustand herauszukommen. Sie haben Angst und diese Angst führt zu einer Denkweise, die sich gegen andere Menschen stellt, gegen Menschen, die in ihren Augen eine Bedrohung für ihre Sicherheit sind. Diese Ängste der amerikanischen Bürger werden nun, zum ersten Mal, auf politischer Ebene anerkannt und vertreten. Die Menschen und ihre Probleme werden erhört. Trumps Versprechen, sich um die finanziellen und gesellschaftlichen Probleme der Menschen zu kümmern und diese sogar zu beheben, haben ihn nun zum Präsidenten gemacht. 

Und wie man jetzt sieht, sind seine Wähler nicht die einzigen, die sich ohnmächtig fühlen und Angst haben, denn genau das Gleiche, zeigt sich nun auch auf der anderen Seite, bei den Menschen, die ihn nicht gewählt haben. Sie fühlen sich als Opfer von einem Präsidenten, der in ihren Augen das Land in den Ruin treibt und antworten auf die Angst mit Angst, auf die Ohnmacht mit Ohnmacht. All das ist ein Spiegel für einen Ort, der verzweifelt nach persönlicher Macht ruft, es aber nicht schafft diese zu entwickeln, weil immer noch geglaubt wird, dass ein Präsident allein, alle Probleme lösen und gleichzeitig alle Probleme erschaffen kann. 

Genau diese Denkweise, ist meiner Meinung nach der Haken an der ganzen Sache, denn das Gegenteil ist eigentlich der Fall. Das Oberhaupt eines Landes, ist meist nur die Reflexion seines Volkes. Anstatt also das persönliche Glück oder Unglück weiterhin von einem Präsidenten abhängig zu machen, ist es meiner Meinung nach an der Zeit, dass der einzelne Mensch die Verantwortung für sein Glück übernimmt, um seine persönliche Kraft zurückzugewinnen. Und je mehr Menschen dadurch ihre Angst auflösen und aus ihrer Ohnmacht herauskommen, umso wahrscheinlicher wird in Zukunft ein Präsident ins Amt treten, der wieder für Einheit und Freiheit, anstatt für Trennung und Mauern sorgt. Daher entscheide ich mich persönlich dagegen, über Trump zu schimpfen, meine Aufmerksamkeit darauf zu lenken, wie es nicht sein sollte oder darauf, wie unfair er ist, denn all das Gerede darüber, wird nur noch mehr davon in mein Leben rufen. Ich entscheide mich stattdessen dazu meine persönliche Kraft anzuerkennen und diese zu leben, um dem Gefühl von Ohnmacht ein Ende zu setzen. Ich entscheide mich dazu, mich wieder als Schöpfer über mein Leben zu sehen und anstatt meine Angst zu nähren, meine Liebe in den Vordergrund zu stellen und damit meine Mitmenschen anzustecken, damit sich das Kollektivbewusstsein, von der Dunkelheit - in Licht umwandelt. Denn das, was sich im Kleinen verändert, verändert sich auch im Großen und nicht anders herum.

Und obwohl es wahrscheinlich schwer anzuwenden ist, möchte ich dich inspirieren, in der jetzigen Situation - die sehr trennend und abschreckend wirkt - Mitgefühl zu entwickeln. Denn die Menschen, die für Trump gestimmt haben, haben Angst und wenn wir ebenfalls mit Angst und Trennung reagieren, nähren wie die Energie, die Trump zum Präsidenten gemacht hat. Und wahrscheinlich ist Trump ein Katalysator, um all die Angst ans Licht zu bringen und diese zu transformieren. Daher lasst uns auch die Rolle respektieren, die Donald Trump in diesem Moment, in der Gesellschaft spielt, denn für viele Menschen, ist er zur Zeit der Böse und die Rolle des Bösen zu spielen, ist nie eine leichte. Daher plädiere ich in diesem Text auch nicht für oder gegen Trump, ich stelle mich auf keine dieser Seiten, weil keine davon meine ist. Dieser Text dient allein dazu, dich daran zu erinnern, dass Angst niemals ein guter Berater ist und dazu dich zu inspirieren, wieder in deine eigene Kraft zu kommen. Dieser Text dient dazu, in Zeiten, in denen es dunkler ist, als es hell ist, nicht noch mehr Dunkelheit zu verbreiten, sondern dich stattdessen für das Licht zu entscheiden. Daher frage ich dich, entscheidest du dich dazu daran zu glauben, dass wir alle manipuliert werden und Opfer der Politiker sind, die uns kontrollieren oder entscheidest du dich dazu, in einer Realität zu leben, in der du die Verantwortung für dein Glück übernimmst und in der du Schöpfer für mehr Licht und Liebe in der Welt bist? Ich für meinen Teil, entscheide mich für die letztere Variante. 

- Tanita Romina

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